Knochendichtemessung - DXA

dr ursel mrt

 

Was ist Osteoporose?

Allein in Deutschland leiden ca. 7 Millionen Menschen an Osteoporose, die zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen des Knochens zählt.

Eine verringerte Konchenmasse und poröse Knochenstruktur, die den Knochen leichter brechen lassen, zeichnen diese Krankheit aus. Typische Bruchstellen sind Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenk.

Da der Knochenschwund ein schleichender Prozess ist, kommt es nicht selten zu Brüchen ohne äußere Einflüsse. Das Anstoßen an eine Tischecke, Husten oder das Heben einer Tasche können hier schon ausreichen.

Alle 30 Sekunden erleidet in Europa ein Mensch einen osteologischen Knochenbruch.

Aufgrund dieser dramatisch hohen Zahlen kommt der Früherkennung und Vorbeugung eine sehr hohe Bedeutung zu, denn wird die Osteoporose rechtzeitig erkannt, ist es eine gut behandelbare Krankheit. 

Was ist Knochendichtemessung?

Die einzige Möglichkeit einer Diagnose ist die Bewertung der Knochendichte.

In verschiedenen Bereichen des Skelettes wird die Knochendichte durch eine Knochendichtemessung analysiert. So kann eine Aussage für spätere Brüche getroffen werden. Sollte bereits eine Fraktur vorliegen, kann anhand der Messung der Knochendichte der Schweregrad des Knochenbruchs ermittelt und somit eine sichere Diagnose gestellt werden.

Die Dichte der Knochen kann durch unterschiedliche Verfahren gemessen werden. Doch laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Dachverbandes der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaft (DVO) ist das präziseste und aussagekräftigste Verfahren die DXA-Methode, um frühzeitig eine vorliegende Osteoporose erkennen zu können.

Es handelt sich hierbei um ein Röntgenverfahren mit einer sehr geringen Strahlenbelastung. Um Rückschlüsse auf die Knochenmasse zu ermöglichen, wird hierbei der Calcium-Hydroxylapatitgehalt des Knochens gemessen.

Das Hologic-Horizon Ci, ein Gerät der neusten Generation ermöglicht es uns in unserem MVZ, die Messung schnell, komfortabel und mit größter Präzision durchzuführen.

Auch bei Patienten mit z.B. Hüftprothesen, Adipositas oder Arteriasklerose, dank spezieller Berechnungsprogramme, einsetzbar.

Im Anschluss der Auswertung wird vom Arzt eine Diagnose gestellt und entsprechende Therapiemöglichkeiten besprochen.

 

Durchführung

In den meisten Fällen wird die Knochendichte am Schenkelhals und an der Lendenwirbel gemessen. Dabei liegt der Patient in Rückenlage auf der Knochendichtemessungs-Liege. Der Hologic-Rechner tastet bei einer geringen Röntgenstrahlung, die bei ca. einem Hundertstel einer Röntgen-Lungenaufnahme liegt, das Untersuchungsgebiet ab.

Bei der computergesteuerten Auswertung werden die individuell ermittelten Werte – der Mineralsalzgehalt bestimmter Körperregionen (t-Score-Wert) - mit Standartwerten, ausgehend von Durchschnittswerten junger, gesunder Normalpersonen, und der gemessene Unterschied der Knochendichte im Vergleich zu Patienten gleicher Altersgruppe (Z-Score-Wert) gemessen.

Die Untersuchung verläuft schmerzfrei, ist nicht belastend und dauert im Schnitt 15 – 30 Minuten. Es bestehen keine bekannten Risiken, allerdings sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.

Im Anschluss der Auswertung werden die Werte vom Arzt diagnostiziert und entsprechende Therapiemöglichkeiten gemeinsam mit dem Patient besprochen.

 

Anmerkungen

Wird die Knochendichtemessung von der Krankenkasse (GKV) getragen?

Die Knochendichtemessung muss zwingend und ausschließlich mit einer DXA –Messung erfolgen. Sie gilt als die beste Methode zur Früherkennung von Osteoporose. Alle anderen Methoden werden von den Kassen nicht bezahlt.

Wenn Behandlungsabsicht aufgrund konkreter Befunde besteht, was insbesondere bei Patienten mit Verdacht auf sekundärer Osteoporose der Fall ist, muss die Messung auch für Patienten ohne Fraktur von der GKV übernommen werden.

 

Die Osteologie beschäftigt sich intensiv mit Erkrankungen des Knochen- bzw. Skelettsystems. Vor allem zählt hierzu die Osteoporose.

 

Unser MVZ ist ein vom DVO zertifiziertes osteologisches, ambulantes Schwerpunktzentrum.

Der Dachverband für Osteologie e.V. (DVO) ist der interdisziplinäre Zusammenschluss aller wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland, Schweiz und Österreich, die sich mit der Erkrankung des Knochen – bzw. Skelettsystems befassen, vor allem mit Osteoporose.

Er zertifiziert Ärztinnen und Ärzte mit dem Güte-u. Qualitätssiegel „Osteologe DVO“, die sich nachweislich der Versorgung von osteologisch erkrankten Patienten schwerpunktmäßig widmen und in besonderer Weise Erfahrung in der Osteologie gesammelt haben, unter anderem indem sie ihre Fachkenntnisse durch spezielle Weiterbildungen und Fachprüfungen nachgewiesen haben und immer wieder nachweisen.

Seit 2013 führt Dr. Norbert Ursel nach erfolgreich absolvierter Prüfung die Zusatzqualifikation „Osteologe DVO“.

Aufgrund der Einhaltung spezieller Auflagen und Voraussetzungen, und unser gezieltes Angebot an Versorgung im Rahmen der Osteologie durch Dr. Ursel als leitender Arzt gilt neben dem klinischen Schwerpunktzentrum der Klinik Dr. Franz Dengler und der Praxis Dr. Norbert Ursel seit 2020 auch unser MVZ als Osteologisches Schwerpunktzentrum DVO.

Durch unseren osteologischen Leiter Dr. Norbert Ursel und die fachlichen Qualifikationen unseres Teams, sowie der dazugehörigen technischen Ausstattung, können wir Ihnen eine optimale Diagnostik und Behandlung anbieten.

  • Spezialisierte osteologische Labordiagnostik
  • Kooperation mit operativen Einrichtungen zur Durchführung einer Knochenbiopsie
  • Kooperation mit klinischer stationärer, wie auch ambulanter Einrichtung zur Durchführung von Schmerztherapie, Bewegungstherapie und Psychotherapie
  • Funktionstraining
  • Selbsthilfegruppe für Osteoporose
  • Patientenführung und -schulung nach DVO-vorgegebenem Standard
  • Informieren Sie sich hierfür bei unserem osteologischen Fachpersonal und unserer Osteologie-Organisatorin

 

TBS insight – Trabekuläre (Bälkchenform) Knochen – Einsicht

Bessere Risiko-Prognose durch Kombination von DXA-Knochendichtemessung und TBS-Score

Während die DXA-Methode die anerkannteste Methode zur Knochendichtemessung weltweit ist, spielen dennoch weitere Faktoren eine bedeutende Rolle, um Frakturrisiko und die Knochenstärke noch präziser bestimmen zu können.

Welche Veränderungen in der Struktur und Festigkeit des Knochens tatsächlich zu einer Fraktur führen, bleibt auch hierbei noch weitgehend ungeklärt.

Dank des DXA-ergänzenden neuen Verfahrens der TBS insight – Software wurde ein riesen Fortschritt in der Frakturrisikovorhersage und Knochenstrukturuntersuchung gemacht. 

Es handelt sich hierbei um eine Software zur erweiterten Analyse der DXA-Untersuchung, die bei bereits durch die DXA-Knochendichtemessung vorhandenen Bildern eingesetzt werden kann. Die Struktur auf einem Bild wird erfasst und einem gemessenen Wert zugeordnet. Dank des ergänzenden Faktors des TBS gelingt es, Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko durch Einsatz beider Werte (DXA-Wert und TBS-Wert) noch besser zu identifizieren.

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